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im Lebenslauf
Wird ein Kind geboren, betritt ein neuer Mensch die Erde. Als Wunder wird dieser Vorgang noch heute bezeichnet, seit jeher verehrt und in unserer Zeit mit einer Feier am Jahrestag begangen. Kurze Zeit nach der Geburt erhält das Kind seinen Namen und wird im Standesamtsregister eingetragen. Eine Torte, zahlreiche gEschenke und Glückwünsche kennzeichnen heute die Geburtstagsfeierfeier.
Die Taufe ist das erste der beiden Sakramente in der protestantischen und der sieben in der katholischen Kirche. Mit ihr wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft aufgenommen und ohne sie erhält er nicht die anderen Sakramente. Das Wort "Taufen" bedeutet im Hebräischen so viel wie waschen oder reinigen, im Althochdeutschen eintauchen. Früher erhielt das Kind seinen Namen mit dem Tag der Taufe, die recht schnell nach der Geburt stattzufinden hatte. Der Name setzte sich zumeist aus den Vornamen der Taufpaten oder der Eltern und Großeltern zusammen. In ganz frühen Kirchenbüchern kann man nur das Taufdatum finden. Während man in protestantischen Gebieten den Geburtstag als Ehrentag feierte, blieb es in katholischen Gegenden lange Zeit der Namenstag, der feierlich begangen wurde. Bei der
früher sehr hohen Säuglingssterblichkeit konnte es auch zu
Nottaufen kommen, die notfalls und im
Interesse des Seelenheils des Säuglings von Jedermann durchgeführt werden
durfte. Mit der Tauf einher geht das Amt der Paten. Dieses geht auf die Zeit der Christenverfolgung zurück, als für verwaiste Kinder Ersatzeltern gefunden werden mussten. Das Wort "pater spiritualis", was "geistlicher Vater" bedeutet, drückt diese Bestimmung aus. Die zahl der Taufpaten ist Orts- und Zeitabhängig und die Kinder bekamen früher oft die Namen der Taufpaten. In der Regel erschöpft sich das Patenamt heute in Geschenken zu allen möglichen Fest und Feiertagen für das Patenkind. Die Patenschaft endet formell eigentlich mit der Firmung bzw. der Konfirmation. Wegen der hohen Säuglingssterblichkeit und um zu verhindern, das ein ungetauftes Kind verstarb, wurden die Neugeborenen in früheren Jahren meist in der ersten Woche gleich getauft.
Die protestantischen Kirchen schafften die Firmung als Sakrament ab. Der religiöse Grundgedanke wurde seit 1538 mit der Konfirmation (übersetzt "Befestigung" fortgeführt. Bei ihr werden die 13- bis 15-jährigen Getauften feierlich in die Gemeinschaft der Kirche als eigenständige Mitglieder aufgenommen.. Die Konfirmanden legen dabei ein Glaubensbekenntnis und das Gelöbnis ab. Sie erhalten die Einsegnung durch den Pfarrer. Mit der Konfirmation werden auch kirchliche Rechte übertragen. So können die Jugendlichen nun auch ein Patenamt übernehmen. und am Abendmahl teilnehmen.
Als Gegenstück zur Konfirmation und als nichtreligiöse Akt dient die Jugendweihe, die ebenfalls der Aufnahme der Jugendlichen in die Reihen der Erwachsenen dient. Obwohl im Bewusstsein vieler Menschen die Jugendweihe im Zusammenhang mit einem kommunistischen System sehen, ist sie ein viel älterer traditions-behafteter Akt. Bereits 1859 fand sie beim "Bund freireligiöser Gemeinden" statt. Im 20. Jahrhundert übernahmen dann auch andere Verbände und Organisationen das Zeremoniell, das seinen Ursprung in der Zeit der Aufklärung hat. In der DDR ging die Jugendweihe seit 1955 als offizieller Festakt im 8. Schuljahr vonstatten. Heute ist sie wieder politisch wertungsfrei und erfreut sich nach wie vor großer Beleibtheit. Die Interessenvereinigung Jugendweihe e.V. führt die Veranstaltungen durch, bei der die 14- bis 15-jährigen während einer Feierstunde mit Programm und Ansprachen einzeln und formell in die Reihe der Erwachsenen aufgenommen werden.
Die
Eheschließung fand früher meist - der Tradition entsprechend - am Wohnort
der Braut statt. (in den Kirchenbücher des Wohnsitzes des Bräutigams, wie
auch am Wohnsitz der Braut, wurden meisten die Aufgebote [Proklamation]
beim eigentlichen Copulationseintrag [Eintrag der Eheschließung]
vermerkt.)
Eheschließung Grüne Hochzeit 1 Jahr Papierne Hochzeit 2 Jahre Baumwollene Hochzeit 3 Jahre Lederne Hochzeit 4 Jahre Seidene Hochzeit 5 Jahre Hölzerne Hochzeit 6 ½ Jahre n.d.H. Zinnerne Hochzeit 7 Jahre Kupferne Hochzeit 8 Jahre Blecherne Hochzeit 9 Jahre Keramik Hochzeit 10 Jahre Rosenhochzeit
11 Jahre Stählerne Hochzeit 12 Jahre Nickelhochzeit 12 ½ Jahre n.d.H. Petersilienhochzeit 13 Jahre Spitzenhochzeit 14 Jahre Elfenbeinhochzeit 15 Jahre Kristallhochzeit 20 Jahre Porzellanhochzeit
25 Jahre Silberne Hochzeit 30 Jahre Perlenhochzeit 32 Jahre Seifenhochzeit 33 1/3 Jahre n.d.H. Knoblauchhochzeit 35 Jahre Leinwandhochzeit 37 ½ Jahre n..d.H. Aluminiumhochzeit 40 Jahre Rubinhochzeit 45 Jahre Platinhochzeit 50 Jahre Goldene Hochzeit
55 Jahre Smaragdhochzeit 60 Jahre Diamantene Hochzeit 65 Jahre Eiserne Hochzeit 67 ½ Jahre n.d.H. Steinerne Hochzeit 70 Jahre Gnadenhochzeit 75 Jahre Kronjuwelenhochzeit 80 Jahre Messinghochzeit 100 Jahre Himmelshochzeit
katholische Ehezwecke:
1. Zeugung
protestantische Ehezwecke:
1. Liebe und Gemeinschaft
"Weil wir nicht wissen, wann er [der Tod] an uns herantritt, weil: 'mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen', sollten wir so leben, dass wir jeden Augenblick mit gutem Gewissen für uns und ohne Schaden für andere sterben können. Wie ein Kaufmann, dessen Bücher immer in klarer Ordnung, dessen Gläubiger bezahlt, dessen Schuldner wohl bedient sind….“ Dass alle Menschen nur eine begrenzte Lebenszeit haben, ist positiv und funktional sowohl von der Evolution des Lebens als auch von der Idee einer Entwicklung der Menschheit und ihrer kulturellen Formen her als positiv anzusehen. In den meisten Kulturen wurde und wird der Tod rituell geregelt, d.h. es gibt vorgeschriebene Verhaltensabläufe für die Überlebenden (und für die Toten). Er wird als Übergang in einen anderen Zustand, häufig in ein Reich der Toten, definiert. Damit wird der Tod in den Lebenslauf eingeordnet, der durch verschiedene Übergänge (Kind zu Erwachsenen, Frau zur Mutter, Pensionierung etc.) gekennzeichnet ist. Diese Übergänge von einer Identität zu einer anderen können auch als Prozesse des "sozialen Sterbens und Wiederauferstehens" begriffen werden. Der Tod eines geliebten Menschen wird für ihm nahestehende Menschen immer einen großen Verlust darstellen, der nicht ohne die verschiedenen Stadien der Trauer einhergehen kann. Dahingegen lässt uns der Tod eines Unbekannten - je nach Art des Sterbens - weitestgehend von größerer emotionaler Belastung frei - was auch gut so ist, denn der Tod gehört zum Leben und sonst würden wir aus der Trauer nie herauskommen. http://www.abschied.org
Die einzige
Antwort
auf das Leben
ist der Tod!
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